Eine magere Nullnummer zwischen der Wiener Austria und dem SV Mattersburg sorgt für Entsetzen unter den violetten Fans. Tabellenführer bleiben die Veilchen dennoch!
Unterhaltsamer Beginn
Karl Daxbacher verändert sein Team gegenüber dem 1:4 in Kharkiv auf drei Positionen: In der Innenverteidigung ersetzt Manuel Wallner Hlinka, im zentralen Mittelfeld nimmt Liendl den Platz von Alex Grünwald ein und Roland Linz stürmt mit der Kapitänsschleife am Oberarm an der Stelle Gorgons. Das Spiel beginnt, was den Unterhaltungswert angeht, vielversprechend: Bereits nach drei Minuten bekommt Margreitter im Strafraum den Ball auf den Arm, die Mattersburger fordern erfolgslos einen Elfmeter. Nur kurz später landet ein guter Schuss von Linz aus knapp 20 Metern rund einen Meter neben dem Tor, zehn Minuten später überrascht Suttner SVM-Schlussmann Borenitsch mit einem guten Schuss aus spitzem Wirkel auf das kurze Eck.
Dritter Innenverteidiger-Ausfall
Doch bereits da zeichnet sich ab: Die Austria tut sich – wie so oft gegen tiefstehende Gegner – schwer, sehr schwer sogar. Zwei Gelegenheiten findet die Elf von Karl Daxbacher vor der Pause noch weiters vor. Zuerst scheitert der engagierte Linz nach einem guten Zuspiel von Liendl per volley, wenig später kann Borenitsch einen Schuss von Barazite entschärfen. Beendet wird die erste Halbzeit mit einem Schock: Abwehrchef Georg Margreitter verletzt sich (Bauchmuskelzerrung) und verlässt das Spielfeld, nachdem noch kein Einwechselspieler bereit ist, spielt die Austria die letzten drei Minuten zu zehnt, ehe es in die Kabinen geht, aus welchen auch Emir Dilaver kommt. Er ersetzt Austrias Nummer Drei.
Bis zum ersten Aufreger der zweiten Halbzeit dauert es nur sechs Minuten: Mravac bringt Jun nach einem Laufduell im eigenen Strafraum zu Fall, der Elferpfiff des gut positionierten Schiedsrichter Schüttengruber bleibt aber aus. Eine Fehlentscheidung! Die Austria wird um einen Elfmeter gebracht, am Spiel ändert dies wenig: Die Austria hat deutlich mehr Ballbesitz, dominiert den Gegner, gefährliche Szenen bleiben aber Mangelware, für eine der wenigen sorgt Florian Klein mit einem Gewaltschuss aus 30 Metern, den Borenitsch gut pariert. In der 89. Minute trifft der eingewechselte Alexander Gorgon nach Linz-Vorlage noch die Stange! Wenige Centimeter trennen Violett vom Führungstreffer, mit welchem es jedoch nichts wird.
Enttäuschendes Fazit
15 zu 4 Torschüsse, 64% zu 36% Ballbesitz, doch dies alles nützt nichts und täuscht nicht darüber hinweg, dass dies das mit Abstand schwächste Spiel dieser Austria-Saison war. Über weite Strecken gab es kein Durchkommen gegen tief und gut stehende Mattersburger. Zurückzuführen ist dies aber nicht nur auf die Gäste, sondern vorallem an der eigenen fehlenden Laufbereitschaft sowie der Chancenauswertung. Fakt: Bis zum nächsten Spiel am kommenden Samstag (18:30 Uhr, auswärts bei Sturm Graz) muss eine Leistungssteigerung von 1911% her, speziell von den diesmal katastrophalen Jun, Junuzovic und Barazite. Denn das – da sind sich wohl alle 8.167 Anwesenden einig – war nichts!
P.S.: Nachdem auch Ried, Admira und Rapid nicht gewinnen konnten, bleibt die Austria trotz dieser mageren, enttäuschenden Leistung Tabellenführer!
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FK AUSTRIA WIEN 0:0 SV MATTERSBURG8.167 Zuseher, Generali-Arena – SR Schüttengruber.
TORE:
Fehlanzeige.
GELBE KARTEN:
Mader, Barazite bzw. Seidl, Naumoski, Mravac.
FK AUSTRIA WIEN:
Lindner – Klein, Wallner, Margreitter (46. Dilaver), Suttner – Mader (75. A. Grünwald), Liendl – Barazite, Jun (64. Gorgon), Junuzovic – Linz.
SV MATTERSBURG:
Borenitsch – Farkas, Malic, Mravac, Rath – Höller (75. Mörz), Ilsanker (90. Parlov), Seidl (83. Röcher), Steiner – Naumoski, Bürger.
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