Souverän, eindrucksvoll, überzeugend. Man kann den 3:0-Auswärtssieg der Wiener Austria bei der Admira bezeichnen wie man möchte. Fakt ist: Der Rückstand auf den Tabellenführer schrumpft auf lediglich einen Punkt. Dafür verantwortlich ist vorallem einmal mehr Nacer Barazite, der gegen die Niederösterreicher einen Doppelpack erzielte.
Auftakt nach Maß
Karl Daxbacher verzichtet in seiner Aufstellung wieder einmal auf Roland Linz und bietet Barazite als Solospitze auf, was Gorgon im offensiven Mittelfeld bedeutet. Und der Youngster dankt es nach nur wenigen Minuten (8.) gleich mit einem Assist. Suttner mit einer weiten Flanke auf “Gogo”, der den Ball unter Kontrolle bringen kann und auf Barazite weiterleitet und der Holländer muss nur mehr den Fuß hinhalten, um aus kurzer Distanz einnetzen zu können. Da ist sie, die schnelle Führung der Gäste, die weiter munter nach vorne spielen und innerhalb drei Minuten (18. und 21.) zwei riesengroße Möglichkeiten vorfinden: Zuerst verzieht Junuzovic nach einem sehenswerten Mader-Pass von der Strafraumgrenze nur knapp, wenig später landet ein Suttner-Distanzschuss an der Latte, den Abpraller verwertet Gorgon aus Abseitsposition, der Treffer wird daher zurecht vom Schiedsrichterteam aberkannt.
Margreitter trifft zum idealen Zeitpunkt
Aber auch die Admira versteckt sich nicht und kommt in Folge immer besser ins Spiel. Zwischen der 28. sowie der 40. Minute findet der Aufsteiger gleich drei große Möglichkeiten für den Ausgleich vor: Lindner bringt Ouedraogo zu Fall, Schiedsrichter Drachta entscheidet jedoch nicht auf Elfmeter. Eine umstrittene Entscheidung! Kurz später schickt Schwab Hosiner ideal in die Tiefe, der Schuss des Goalgetters landet aber knapp neben dem Tor, ehe es Schwab selbst probiert und in Lindner seinen Meister findet. Doch gerade als die Admira immer stärker wird, gelingt der Austria die Vorentscheidung: Tischler kann einen Gorgon-Schuss zur Ecke klären, bei dem darauffolgenden Corner ist er jedoch machtlos. Junuzovic bringt den Ball scharf auf das kurze Eck, wo Margreitter lauert und per Kopf seinen zweiten Saisontreffer erzielt! 2:0 – zugleich der Halbzeitsstand.
Jun & Barazite erhöhen ein weiteres Mal
So flott, unterhaltsam und kurzweilig die erste Halbzeit war, so einseitig verläuft jedoch die zweite Hälfte. Es scheint als würden der Kühbauer-Elf die beiden verletzungsbedingten Wechsel zur Pause (Drescher für Windbichler und Zeman für Hosiner) stark schmerzen, die Admiraner kommen wie ausgewechselt aus der Kabine, es spielt nur mehr die Austria, die zweimal eine Doppelchance vorfindet: Zuerst hat Admira-Goalie Tischler mit zwei Freistößen von Mader bzw. Gorgon seine Probleme, wenig später scheitert Barazite doppelt. Dass es “Bara” aber noch immer kann, zeigt er in der 65. Minute: Jun spaziert durch die Admira-Hälfte und zieht einige Gegenspieler auf sich, um knapp vor dem Strafraum auf Barazite abzulegen, der eiskalt einnetzt. 3:0!
Der Braten ist gegessen oder wie Giovanni Trapattoni sagen würde: The cat is in the sack. Die Austria ruht sich aus, setzt keine nennenswerten Akzente mehr, hat das Spiel zugleich aber weiterhin unter Kontrolle. Spät, aber doch schöpft Karl Daxbacher auch sein Auswechslungskontigent aus: In den Schlussminuten kommen Stankovic, Dilaver und Liendl für Gorgon, Jun sowie Alex Grünwald. Erstgenannter Joker findet auch noch eine Möglichkeit vor, schießt nach einem schönen Antritt von Barazite aber über das Tor. Am Endstand ändert das nichts mehr: 3:0 für die Veilchen! Ein hochverdienter Auswärtssieg, welcher auch die Statistik belegt: 8:16 Torschüsse, 43% zu 57% Ballbesitz.
Bereits morgen steht das nächste Veilchen-Event an: Ab 17 Uhr feiert die Austria ein letztes Mal den 100. Geburtstag, Austragungsort ist die Wiener Stadthalle, wo es ab 14 Uhr auch Karten (Preise zwischen 39€ und 85€) gibt.
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FC TRENKWALDER ADMIRA 0:3 FK AUSTRIA WIENTrenkwalder-Arena, 8.050 Zuseher (u.a. Joey Didulica) – SR Drachta.
TORE:
0:1 Nacer Barazite (Assist: Gorgon, 8.)
0:2 Georg Margreitter (Assist: Junuzovic, 43.)
0:3 Nacer Barazite (Assist: Jun, 65.)
GELB:
Plassnegger, Dibon bzw. Ortlechner.
FK AUSTRIA WIEN:
Lindner – Klein, Margreitter, Ortlechner, Suttner – Mader, A. Grünwald (89. Liendl) – Gorgon (83. Stankovic), Jun (87. Dilaver), Junuzovic – Barazite.
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