In der ersten Runde der neuen Saison wartete derselbe Gegner wie im letzten Spiel der vergangenen Meisterschaft: Red Bull Salzburg. Der Spielplatz war ein anderer und auch das Resultat sollte sich ändern: Ein Auswärtssieg im Auftaktspiel war das klare Ziel.
Das Aufeinandertreffen mit Salzburg konnte als wegweisendes Duell für die nächsten 35 Runden betrachtet werden. Wie die Austria zählen auch die Dosen zu den großen Favoriten um den Meistertitel. Salzburg war wie die Austria mit einem klaren Auswärtssieg in die Europa League Qualifikation gestartet. Beide Teams hatten diese Woche also bereits ein Spiel in den Beinen, waren warm gespielt für das Schlagerspiel der ersten Meisterschaftsrunde.
Daxbacher startete mit derselben Aufstellung wie schon gegen Rudar. Suttner begann als Sechser, im Sturm liefen Barazite und Linz auf. Margreiter und Grünwald fielen nach wie vor aus.
Viel Defensive, wenige Ideen
Das Spiel plätscherte zunächst vor sich hin. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Man versuchte sich zunächst abzutasten. Druckvoller wirkte zu Beginn aber die Austria. Die erste große Chance fand aber Salzburg vor. In der 15. Minute kam Alan nach einem Fehler von Ortlechner zum Schuss, schoss aber über das Tor. In der 22. Minute war es erst Grünwald, der einen Schuss von Alan – zu diesem Zeitpunkt sicher der gefährlichste Salzburger, der sich immer wieder durchsetzen konnte – parieren konnte. Den darauf folgenden Konter der Austria konnte Barazite nicht verwerten. Auch weiterhin fanden die Veilchen ihre Chancen vor, blieben im Abschluss aber viel zu harmlos. Erfreulich war hingegen, dass die Defensive weit besser organisiert war, als im Spiel gegen Rudar. Die Salzburger taten sich außerordentlich schwer, durchzukommen. Nach 33 Minuten sah Ortlechner nach einem Foul nahe dem Sechzehner Gelb. Eine (viel zu) harte Entscheidung. Zarate vergab den Freistoß. Viel Glück gab es für die Austria auch bei einem Schuss von Jantscher im Strafraum nach 35 Minuten. Nach einem Freistoß für Salzburg 5 Minuten vor der Pause zappelte der Ball tatsächlich im Tor von Grünwald. Das Abseits war aber offensichtlich, das Tor wurde nicht gegeben. Wiederum Glück für Violett.
Insgesamt war die erste Hälfte bei beiden Teams von Defensivarbeit geprägt, wodurch sich die Mannschaften gegenseitig paralysierten. Positiv hervorzuheben war Pascal Grünwald, der immer wieder gute Paraden zeigte und sich als sicherer Torhüter aus. Was auch gesagt werden muss: Als Austrianer konnte man mit den Entscheidungen des Referees nicht immer zufrieden sein…
zweifacher Rückstand
Nachdem die Austria in der 63. Minute die Topchance auf die Führung vorfand, kam Red Bull zum Konter. Durch einen Stellungsfehler in der Innenverteidigung kam Jantscher, der ganz knapp nicht im Abseits stand, zum Ball und konnte einschießen (64.). Ein kurzer Schock, kurz nicht aufgepasst, und prompt stand es 2:0: Alan traf in Minute 65.
Jetzt wurde es ganz schwierig, noch einen Punkt nach Wien mitzunehmen. Daxbacher reagierte und brachte Jun statt Liendl. Und viele fragten sich, ob das zu diesem Zeitpunkt nicht schon zu spät war. Die Austria war bis zu diesem Zeitpunkt offensich äußerst harmlos. Wer als Meisterkandidat nach Salzburg fährt, sollte aber auch nach vorne spielen und sich im Angriff aktiver zeigen. Gorgon ersetzte wenige Minuten später Stankovic im Mittelfeld.
Wie zu erwarten war, überließ Salzburg der Austria jetzt mehr das Spiel, stand hinten dafür umso tiefer. Und die Austria fand ihre Möglichkeiten. Eine große Chance fand Junuzovic in der 79. Minute vor. Doch wieder nichts. So darf man mit Chancen in einem Spiel gegen Salzburg nicht umgehen. Umgekehrt fanden auch die Dosen mehr Konterchancen vor. Einige Male konnte man sich bei Grünwald für seine Paraden bedanken.
Schwacher Start…wir wollen mehr sehen!
Ein geglückter Saisonstart sieht anders aus. Mit Pech hat die heutige Niederlage allerdings wenig zu tun. Die Austria zeigte sich nach vorne wenig ideenreich, ließ es an Aggressivität und dem endgültigen Willen, ein Tor zu machen, fehlen. Taktisch hätte man vielleicht schon früher auf mehr Offensive setzen müssen. Die Austria beendet die erste Runde damit auf dem letzten Tabellenplatz. Aber das sollte sich bereits nächste Woche ändern!
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RED BULL SALZBURG– FK AUSTRIA WIEN 2:0
Red Bull Arena, 12.100 Zuschauer – SR
Tore: 1:0 (64. min, Jantscher), 2:0 (65., Alan)
FK Austria Wien: P. Grünwald – Klein, Rogulj, Ortlechner, Leovac – Junuzovic, Suttner, Liendl (70. Jun), Stankovic (78. Gorgon) – Barazite, Linz.
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